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Sind Kunstblumen wirklich nachhaltiger als Schnittblumen?

Sind Kunstblumen wirklich nachhaltiger als Schnittblumen?

Sind Kunstblumen tatsächlich nachhaltiger als frische Schnittblumen? Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an.

Blumen sind Teil unseres Alltags. Besonders geschätzt werden saisonale, regionale Blumen – etwa im Sommer direkt vom Hof in der Schweiz. In diesem Kontext können Schnittblumen sinnvoll sein. Anders sieht es bei Rosen, Tulpen oder Lillien aus, die das ganze Jahr über erhältlich sind. Diese Blumen stammen meist aus globalen Lieferketten mit kurzen Lebenszyklen. Genau hier beginnt die Diskussion über Kunstblumen – nicht als Ersatz für alle Blumen, sondern als langfristige Alternative für bestimmte Situationen.

Was Studien über die Schnittblumenindustrie zeigen

Mehrere wissenschaftliche Studien haben die Umweltwirkungen von Schnittblumen entlang ihres gesamten Lebenszyklus untersucht. Eine Übersichtsarbeit im Journal of Cleaner Production zeigt, dass der grösste Teil der Emissionen durch energieintensive Produktion, Kühlung und vor allem durch den Transport entsteht – insbesondere durch Luftfracht.

Rosen, die in Europa verkauft werden, stammen häufig aus Kenia, Äthiopien oder Ecuador. Tulpen werden teilweise ganzjährig in beheizten Gewächshäusern produziert. Eine Lebenszyklusanalyse von Fairtrade Max Havelaar und dem Migros-Genossenschafts-Bund zeigt, dass in den untersuchten Lieferketten beim Anbau oft Dünger und Pestizide eingesetzt wurden, gefolgt von durchgehender Kühlung vom Schnitt bis zum Verkauf. Blumen unterliegen nicht denselben gesetzlichen Vorgaben wie essbare Nutzpflanzen. Entsprechend ist der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden im Blumenanbau deutlich höher, was lokal zu Belastungen von Böden und Grundwasser führen kann.

Hinzu kommt die sehr kurze Nutzungsdauer. Ein Blumenstrauss bleibt meist nur wenige Tage frisch. Danach wird er entsorgt – und der gesamte Prozess beginnt erneut. Genau diese Wiederholung spielt aus Sicht der Nachhaltigkeitsforschung eine zentrale Rolle.

Ein genauerer Blick: die Rose

Die Rose ist eine der am besten untersuchten Blumen. In einer modellhaften Szenarioanalyse kam Anthesis zu dem Ergebnis: Eine einzelne frische Rose, die per Flugzeug transportiert wird, kann einen deutlich höheren CO₂-Ausstoss verursachen als eine hochwertige künstliche Rose. In bestimmten Szenarien lag der CO₂-Ausstoss der Kunstrose bis zu 70 Prozent tiefer.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Nutzungsdauer. Eine frische Rose wird einmal verwendet. Eine Kunstrose wird einmal produziert und bleibt über Jahre im Einsatz. Betrachtet man den CO₂-Ausstoss pro Nutzungsjahr statt pro Kauf, verschiebt sich die Bewertung deutlich.

Wovon Nachhaltigkeit wirklich abhängt

Die Forschung zeigt klar: Nachhaltigkeit lässt sich nicht auf «natürlich» versus «künstlich» reduzieren. Entscheidend sind Herkunft, Produktionsweise, Transport, Lebensdauer und die Häufigkeit des Austauschs. 

Kunstblumen schneiden besonders dann gut ab, wenn sie langfristig genutzt werden – ohne regelmässigen Ersatz. Dieser Ansatz entspricht auch den Bewertungsmodellen der Europäischen Kommission. Im Rahmen des Product Environmental Footprint wird die Umweltwirkung über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts betrachtet, nicht nur beim Kauf.

Eine persönliche Einordnung

Bei Silkhaus verstehen wir Kunstblumen als Antwort auf heutige Lebensrealitäten. Für Menschen, die langlebige Produkte schätzen. Für alle, die keinen wöchentlichen Aufwand möchten, allergisch auf echte Blumen reagieren oder Räume haben, die Atmosphäre verdienen, ohne ständig Aufmerksamkeit zu brauchen – etwa Ferienwohnungen oder wenig genutzte Zimmer.

Kunstblumen stehen nicht für ein Entweder-oder. Sie stehen für eine bewusste Entscheidung. Wenn Nachhaltigkeit über Zeit, Nutzung und Alltag gedacht wird, werden langlebige florale Lösungen zu einer ruhigen, selbstverständlichen Option.

Ein Kunstliche Rose: einmal produziert, jahrenlang Geniessen.

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